Warum und wie man den eCommerce nachhaltiger gestalten sollte!

Online-Shopping ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und die eCommerce Branche erlebte insbesondere in Zeiten der Pandemie einen verstärkten Boom. Eine Umfrage der BITKOM ergab, dass aktuell 84% der deutschen Bevölkerung über 16 Jahre online einkauft. Das entspricht 58 Millionen Bürger:innen. Mit zunehmender Anzahl an Onlineshoppern, stieg auch der Netto-Umsatz des B2C-Ecommerce. Waren es im Jahr 2020 noch circa 73 Milliarden Euro, sollen die Umsätze im Jahr 2023 auf eine stolze Summe von 109 Milliarden Euro steigen (Statista, 2022). Vorteile, welche den Onlinehandel besonders beliebt machen, sind die Lieferung bis an die Haustüre, die Öffnungszeiten rund um die Uhr sowie die zahlreichen Premium-Dienste, die eine schnellere und komfortablere Lieferung versprechen. Doch was bedeutet das, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit?

 

 

Die Folgen für die Umwelt

 

Das enorme Wachstum beeinflusst die Umwelt in vielerlei Hinsicht. Schaut man sich die Verteilung der Emissionen auf dem Prozess von der Herstellung bis hin zur Lieferung an, entstehen laut Umweltbundesamt (UBA) 75% der Emissionen bei der Herstellungen der Produkte. 10% lassen sich auf den Transport zurückführen. Das klingt erst einmal wenig, beläuft sich aber bei dem hohen jährlichen Bestellvolumen auf eine enorme Menge an C02. Bei den genannten 10%, wiegen die unten aufgeführten Folgen besonders schwer und haben dementsprechend einen hohen Optimierungsbedarf.

1. Erhöhtes Transportaufkommen

2. Zahlreiche Fehlzustellungen

3. Verbrauch an Versandverpackungen

4. Anstieg der Retouren

 

1. Erhöhtes Transportaufkommen, insbesondere auf der letzten Meile 

Durch den Anstieg der Bestellungen steigt folglich auch das Transportaufkommen für die Auslieferungen. Zwar werden die größeren Strecken zwischen Warenverteilzentrum, Start-Paketzentrum & Ziel-Paketzentrum zurückgelegt, dennoch gibt es laut zahlreicher Studien den größten Optimierungsbedarf auf der letzten Meile. Hierunter versteht man den Weg zwischen Ziel-Paketzentrum und Endkonsument:innen.

Das unterstreicht auch eine Studie von McKinsey, welche besagt, dass die Dienste für die letzte Meile bis 2030 in den 100 größten Städten weltweit zu 36 Prozent mehr Lieferfahrzeugen auf den Straßen führen. Die Folgen hiervon sind bis zu 25 Millionen Tonnen höhere Emissionen und Staus in den innerstädtischen Gebieten, sowie Verkehrsbehinderungen, höhere Feinstaubbelastung und Lärm. Das erhöhte Verkehrsaufkommen liegt nicht nur an der steigenden Anzahl der Bestellungen, sondern auch daran, dass immer mehr Käufer:innen eine schnellere und individualisierte Lieferung verlangen. Das hat zur Folge, dass mehr Fahrzeuge mit geringerer Auslastung unterwegs sind.

eCommerce Nachhaltigkeit Micro Hubs
Die Lösung für eine nachhaltigere Lieferung von Online-Shops? 

Eine essentielle Maßnahme zur Verbesserung der Klimabilanz ist der Wechsel auf Elektrofahrzeuge, oder noch besser Lastenfahrräder. Falls das von den Standardversanddienstleistern nicht abgedeckt werden kann, macht es Sinn, sich nach einem nachhaltigen Versandpartner umzuschauen. Ein weiterer wichtiger Schritt sind die Verwendung stadtnaher Mikrodepots, auch Mikro-Hubs genannt, welche die Lagerung der Produkte an verschiedenen Orten erlaubt. Somit verkürzen sie den Weg zu Endkonsument:innen. Mit einer automatisierten Routenoptimierung werden zusätzlich Wege eingespart und Fahrzeuge optimaler ausgelastet. Hier setzt beispielsweise auch das BMUV mit einem Förderangebot der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) an, welche Investitionen in die Errichtung von Mikro-Depots fördert.

 

2. Zahlreiche Fehlversuche bei der Zustellung

Ein weiteres Problem, welches die Emissionen auf der letzten Meile in die Höhe treibt, sind fehlgeschlagene Zustellversuche. Kommt es zu einer erfolgreichen Lieferung, werden rund 277 Gramm CO2 ausgestoßen, laut Berechnungen von myClimate. Häufig benötigt es allerdings bis zu drei Zustellversuche, da rund ein Viertel der Zustellungen beim ersten Versuch fehlschlägt (Bundesvereinigung Logistik, BVL). Das führt zu einem CO2-Austoß von über einem Kilogramm pro Paket. Die Verbraucherzentrale betont zusätzlich, dass mehrere Anläufe auch dazu führen, dass ungefähr 18 Prozent der Kund:innen ihre Lieferung selbst abholen müssen. Hierfür wird mitunter das Auto genutzt, was sich wiederum negativ auf die Ökobilanz auswirkt.

Die Lösung für eine höhere Trefferquote der Zustellungen?

Um das Problem der Fehlzustellungen zu minimieren, gibt es primär zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man Kund:innen Wunschlieferfenster anbieten, welche die Chancen einer erfolgreiche Zustellung deutlich erhöhen. So können sich Konsument:innen kurze Fenster auswählen, in denen sie auch tatsächlich zu Hause anzutreffen sind und somit die Lieferung entgegen nehmen können. Zum anderen macht es Sinn die Lieferung an alternative Lieferorte, wie beispielsweise Packstationen, anzubieten. 

 

3. Steigender Verbrauch an Versandverpackungen

Der steigende Bedarf an Transportverpackungen stellt eine andere Hürde dar. Zahlreiche Händler verwenden Standardgrößen und polstern die Kartons bei kleineren Produkten mit Füllmaterial, welches oftmals aus Plastik besteht. Die Emissionen schwanken hier je nach Größe und Material, können aber von 20 Gramm bei kleineren Schachteln bis hin zu 1000g für große Pappkartons reichen (Umweltbundesamt). Das führt nicht nur zu viel Müll, sondern auch dazu, dass die Kapazitäten der Fahrzeuge nicht voll ausgelastet sind.

Verpackungsmüll eCommerce nachhaltige Verpackungen
Viele Kartons und Pakete als Versandhandel Konzept und Hintergrund Header
Die Lösung? Nachhaltigere Verpackungen im ECommerce

Es gibt gleich mehrere Dinge, die Händler beachten können. Das fängt bei verbesserten Verpackungsgrößen, die sich nach der Größe der einzelnen Produkte richten, an. Das spart Füllmaterial und sorgt für eine bessere Auslastung der Transportfahrzeuge. Zudem sollte bei Füllmaterial, falls dieses überhaupt notwendig ist, auf die Verwendung von nachhaltigen Rohstoffen geachtet werden. Optimal wären natürlich recycelte oder im besten Fall wiederverwendbare Verpackungen. 

 

4. Anstieg der Retouren im eCommerce

Mehr Online-Einkäufe bedeuten auch einen Anstieg an Rückgaben, insbesondere im Bereich Mode. Die Verbraucherzentrale schätzt, dass alleine in Deutschland täglich 800000 Retouren getätigt werden, welche für die Entstehung von rund 400 Tonnen CO2 verantwortlich sind. Insofern sind Retouren eine wahre Umweltsünde. Hinzukommt, dass zahlreiche retournierte Artikel vernichtet werden, da das schlichtweg billger ist. Dadurch sind auch alle für die Produktion verwendeten Ressourcen verschwendet.

Die Lösung? Retouren minimieren und nachhaltiger gestalten

Mit Hilfe von ausführlichen Produktinformationen und realitätsgetreuen Abbildungen bekommen Kund:innen eine genauere Vorstellung des bestellten Artikels. KI-basierte Anwendungen schaffen es zudem das Kundenverhalten zu analysieren und machen basierend auf Daten individualisierte Produktvorschläge. Beides erhöht die Chance, dass der Artikel auch wirklich gefällt. Falls es doch zu retournierten Artikeln kommt, sollten diese natürlich nicht vernichtet, sondern im besten Fall wiederverwendet, als B-Ware verkauft oder gespendet werden. Zuletzt kann der Händler auch an die Käufer:innen appellieren und über die Folgen der Retouren aufklären.

Folgt man den obigen vier Lösungsvorschlägen als D2C-Marke in Sachen Transport, Zustellung, Verpackung und Retouren ist ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit getan. Wie schafft man es dennoch gleichzeitig die Kundenbedürfnisse im Bereich Liefergeschwindigkeit & Flexibilität zu bedienen?

 

Schließen Nachhaltigkeit und eine schnelle Lieferung im eCommerce sich aus? 

Schnelligkeit und Individualisierung auf der letzten Meile führen nicht immer zu einer höheren Belastung der Umwelt. Kund:innen müssen bei einer nachhaltigen Lieferung folglich nicht auf diesen beliebten Service verzichten und Online-Händler müssen diese Wettbewerbsvorteile nicht gegen eine umweltfreundliche Lösung abwägen. Es gibt durchaus Anbieter, wie beispielsweise dropp, welche einen schnellen individualisierten Service anbieten und gleichzeitig Vorreiter im Bereich der nachhaltigen Lieferung sind.

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dropp liefert zum Beispiel umweltfreundlich auf eBikes aus Mikrohubs und spart mit Hilfe von Routenoptimierungen weiteren Transportwege ein. Zudem verzichtet der Versanddienstleister gänzlich auf Füllmaterial und Kartonage. So werden die Produkte lediglich in umweltfreundlichen Papiertüten transportiert. Kund:innen haben noch dazu die Möglichkeit sich ein Wunschfenster auszuwählen, was die Anzahl der Zustellversuche deutlich verringert. Das Start-up aus Berlin hat eine Erfolgsquote von 93% bei der ersten Lieferung. Das liegt weit über dem Durchschnitt traditioneller Versandunternehmen und spart nicht nur einiges an Ressourcen, sondern steigert auch die Kundenzufriedenheit. Sucht man sich also den passenden Versanddienstleister für die letzte Meile, kann man nicht nur neue Kundengruppen erschließen, sondern auch gegenüber dem Wettbewerb punkten.

 

Für mehr Informationen zu dropp, kontaktiere: sales@withdropp.com